CDU – Fraktion im Rat der Gemeinde Ladbergen


An den Rat und den Bürgermeister der Gemeinde Ladbergen

nachrichtlich den Fraktionssprechern per E-Mail:
Herrn Thomas Kötterheinrich – SPD thomas.koetterheinrich@kbs.de
Herrn Jörg Berlemann – Bündnis 90/ Die Grünen joerg.berlemann@t-online.de
Herrn Jens Tiemann – FDP tiemannjens@web.de
Westfälische Nachrichten redaktion.len@wn.de

Sondierung von Möglichkeiten zum Aufstellen von Tiny-Häuser (oder vergleichbar) in Ladbergen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Buller,
die CDU-Fraktion beantragt die Prüfung, auf welchen Flächen im Gemeindegebiet „Tiny House“-
Siedlungen und -Bebauungen entstehen könnten. Für die CDU-Fraktion kommen vor allem
gemeindeeigene Flächen wie eventuell Freiflächen und Baulücken, die für den gewöhnlichen
Wohnungsbau nicht geeignet sind, in Betracht. Ferner beantragt die CDU-Fraktion die Prüfung unter
welchen Bedingungen und Kriterien das Aufstellen auf privaten Grundstücken, insbesondere der
planungs- und bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen möglich wäre.
Der Begriff „Tiny House“ soll in diesem Antrag als Oberbegriff verstanden werden, und keine
Möglichkeiten ausschließen. Gemeint sind ebenfalls: Mini(Klein)häuser, Small Houses, Modulhäuser,
Singlehäuser und vergleichbare Varianten mit oder ohne Fahrwerk.
Begründung:
In Ladbergen fehlt es an bezahlbarem Wohnraum, insbesondere für junge Familien und junge
Erwachsene. Zudem ist Wohnen in Ladbergen aufgrund der günstigen verkehrstechnischen Lage
zwischen den Oberzentren Münster und Osnabrück bei jungen Berufstätigen sehr gefragt, die sich die
Mietpreise in diesen Städten nicht leisten können oder wollen.
Angesichts steigender Mietpreise und der aktuellen Wohnungssituation in Ladbergen steigt die
Attraktivität dieser Wohnform, die in Deutschland noch in den Anfängen ist, aber immer mehr Menschen
begeistert.
Die Vorteile liegen dabei auf der Hand:
 Geringe Baukosten durch geringe Wohnfläche
 Kleine Grundstücksflächen ausreichend
 Geringe Unterhaltungskosten
 Energiesparend und daher umweltschonend.
Vorstellbar ist, dass eine geeignete Fläche in kleine Parzellen aufgeteilt wird. Hierzu wird mindestens ein
ebener Stellplatz mit Strom- und Wasseranschluss benötigt. Einige dieser Minihausmodelle sind sogar
energieautark und unterstützen den Trend zu ökologischem und nachhaltigem Wohnen.
Nach Meinung der CDU-Fraktion könnte eine solche Fläche z.B. auf dem gemeindeeigenen Teil des
Waldsees eingerichtet werden. Die Situation der gemeindeeigenen Gebäude am Waldsee ist katastrophal.
Die Gebäude sind in einem desolaten Zustand, der äußere Eindruck gleicht eher einer Verwahrlosung.
Dies kann für gemeindeeigene Flächen nicht der Anspruch des Rates sein. Hier ist dringender
Handlungsbedarf gegeben.
Denkbar wäre auch, solche Parzellen für Minihäuser als Pachtgrundstücke im Gemeindebesitz zu
behalten, um die Entwicklung beobachten und steuern zu können.
Ein weiterer großer Vorteil für die Gemeinde ist es das sich für interessierte Menschen ein attraktiver
Lebensraum gestalten lässt, ohne dass die typische Einfamilienhausbebauung mit großem
Flächenverbrauch genehmigt werden muss.
Der Trend zum Downsizing (ich besitze nur noch das was ich wirklich benötige) ist jedoch nicht nur bei
jüngeren Menschen zu beobachten, sondern ist generationsübergreifend. Einige Senioren würden gern ein
kleineres Haus besitzen und aus dem großen Einfamilienhaus mit Garten und der damit verbundenen
Arbeit ausziehen. Die Möglichkeit im „Eigenheim“ zu Wohnen würde für diese Personengruppe erhalten
bleiben. Die so freiwerdenden Häuser ständen dem Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Reiner Aufderhaar
CDU-Fraktionssprecher

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